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Emma

Jane Austen hat die Begabung, ihre heutigen Leser langsam in eine ihnen fremde und unbekannte Welt so tief eindringen zu lassen, dass sie sich bald nicht mehr befreien können. Wer sich von der altmodischen und manchmal komplizierten Sprache (die keine Übersetzung vereinfachen darf) und von der anfänglichen Langsamkeit des Plots nicht erschrecken lässt, wird im Laufe der Lektüre in eine Zeit zurückgebracht, die man nie wirklich erlebt hat, aber nichtsdestotrotz Wirklichkeit wird. Mit wenigen, gut ausgewählten Worten kann Austen ihren Hauptfiguren einen sehr lebendigen Charakter geben, der sie für uns unvergesslich macht. Die sekundären Figuren werden ebenfalls scharf gezeichnet. Wenige Autoren in der Geschichte der Literatur konnten die Verwandlungen der menschlichen Seelen in dem Moment ihres Geschehens so genau darstellen und die Gründe des menschlichen Verhaltens so deutlich offenbaren. Es ist diese Fähigkeit, zusammen mit der ironischen Genauigkeit, mit der Austen die Gesellschaft ihrer Zeit porträtiert, die aus ihrem Werk einen Klassiker macht.
„Emma“ fehlt keine dieser Eigenschaften. Sie ist das zweite verwöhnte Mädchen eines hypochondrischen alten Gentlemans, die nach dem Tode ihres Mutters und der Hochzeit ihrer älteren Schwester das Haus seines Vaters regiert. Sie ist klug, gebildet und von ihrer Zugehörigkeit zu einer höheren Klasse sehr bewusst. In ihrem sozialen Umfeld hat sie kaum einen Gleichgestellten, deswegen ist sie entschlossen, nie zu heiraten, und es als ihr Recht und Pflicht empfindet, ihren unglücklicheren (und niedrigeren) Mitmenschen behilflich zu sein. Diese Überheblichkeit bringt sie dazu, ein Mädchen unbekannter Geburt und niedrigeres soziales Niveaus als Geschütze zu sich zu nehmen und für sie eine günstige Heirat zu finden. Diese unglückliche Entscheidung und die schmerzhaften Folgen, die ihre arme Freundin tragen muss, lassen Emma Demut lernen. Das Bewusstsein der eigenen Fehler und der Preis, den Andere für sie bezahlen müssen, nehmen Emma den schlimmsten Teil ihrer Arroganz und Hochmut weg. Leider bleibt die hartnäckige Überzeugung der eigenen Überlegenheit, die der Hauptfigur selbst die Wahrheit der eigenen Gefühle zu lange versteckt. Trotzdem kann der Leser nur Mitleid mit Emma haben, wenn sie endlich sich selbst deutlich sieht und einen vielleicht zu hohen Preis für ihre Blindheit bezahlen muss. Die zweite Chance, die Austen ihrer Figur verschenkt, verwandelt Emma so sehr, dass die Leser nichts anderes machen können, als ihr ebenfalls zu vergeben. Ich persönlich habe sie tatsächlich vermisst, seitdem ich das Buch zu Ende gelesen habe.

L.O.

Harry Potter

Normalerweise versuche ich zu vermeiden, die heutigen Bestseller als Nachmittags- oder Abendslektüre zu wählen. Erstens, weil ich meine „Lesezeit“ lieber für einen Klassiker investiere. Zweitens, weil ich den Gedanken nicht mag, dass die Mode meine Wahl der Bücher beeinflusst. Natürlich gibt es Ausnahmen zu dieser allgemeinen Regel. Eine dieser Ausnahmen ist die Serie von Harry Potter. Die ersten zwei Bände hatte mein Bruder zu Hause und da ich eines Nachmittags auf der Suche nach einem leichten und neuen Buch war, habe ich sie mir von seinem Zimmer ausgeliehen. Es war also ein reines Zufall.
Jetzt möchte ich erklären, warum die Bücher mir gefallen haben und warum ich sie gegen die Anklage verteidige, sie seien banal, kindisch und ohne literarischen Wert.
Wie in fast jeder Serie, wo die Geschichte einer Figur in verschiedenen Bänden erzählt wird, sind die sieben Harry Potter eigentlich ein einziges Werk. Man kann ein einzelnes Band lesen und damit zufrieden sein, weil in jedem Buch ein vollständiges Plot vorhanden ist, aber man kann nicht nur auf dieser Basis die Würdigkeit des Werkes beurteilen. Dafür muss die gesamte Serie in Betracht gezogen werden.
Viele Themen, die in den Verschiedenen Büchern auftauchen, sind keine Neuigkeit in der Literatur. Die Hauptfiguren können sogar als Stereotypen betrachtet werden: Harry, das nette und unglückliche Waisenkind, Hermine, die fleißige Schülerin, die aber keine Angst vor Abenteuer hat, Ron, der ungeschickte aber treue beste Freund, McGonagall, die strenge Lehrerin mit dem großen Herzen, Dumbledore, der idealisierte Lehrer. Es stimmt, dass Rowling alte Themen der Literatur benutzt hat. Aber das ist erlaubt. Ein gutes Buch muss nicht unbedingt ein Buch sein, in dem alles unerhört ist. Es kommt vielmehr darauf an, wie man schon vorhandenes Material in eine neue, interessante Art und Weise harmonisiert.
Zur zweiten Anklage, zwar dass es sich um einfache Kinderbücher handelt, ist es notwendig zu präzisieren, dass ein Kinderbuch nicht weniger ein literarisches Werk als ein Roman oder ein Gedicht ist. Warum sollten Kinderbücher eine niedrigere Herausforderung für einen Autor sein? Sind nicht vielleicht die Geschichten von Beatrix Potter als Meisterwerk der englischen Literatur betrachtet? Trotzdem möchte ich darauf hinweisen, dass nicht alle Bände von Harry Potter als Kinderbücher betrachtet werden können. Die Figuren werden langsam erwachsen im Laufe der Geschichte und das Plot –wenn nicht der Stil– passt sich an diesen Veränderungen an. Nicht nur wird die Stimmung dunkler, wie viele Rezensenten bemerkt haben, sondern erinnern manche Themen an Problematiken, die gar nicht kindisch sind: Die Besessenheit für das reine Blut, die die Zugehörigkeit zu einer höheren Rasse bestimmt, der Angst vor dem Tod, die Mut, dem Verantwortungsgefühl nicht auszuweichen, die Bereitschaft, sich für Andere zu opfern.
Was den angeblich mangelnden literarischen Wert betrifft, kann ich nur sagen, dass jeder Leser das Recht hat (cfr. Pennac, Comme un roman, 1992), alles zu lesen, was ihm Freude gibt. Bevor ich angefangen habe, Harry Potter zu lesen, war es eine lange Zeit, dass ich mein Zimmer betreten hatte, ohne das Buch auf dem Nachttisch als Erstes zu sehen; dass ich fünf Stunden lang gelesen habe, ohne einmal auf die Uhr zu schauen; dass ich das vage Gefühl hatte, was Schönes vor zu haben, und dann mich erinnert habe, dass ich noch am Abend ein paar Hunderte Seiten lesen konnte. Andere können strengere Kriterien haben, um das „literarische Wert“ zu definieren, was ich auch verstehe, wenn es um die hohe Literatur geht. Aber was die Bücher betrifft, die ich nicht am Schreibtisch lese, sondern auf dem Sofa oder im Bett, reicht es mir.

L.O.

P.S.: ich glaube wirklich, dass man diese Bücher in der Originalsprache lesen soll. Obwohl die Übersetzungen oft ziemlich gut sind, das Englische gibt einfach ein ganz anderes Gefühl.

Berliner Ensemble

Bertolt Brecht und William Shakespeare sind die Begleiter unseres heutigen Theaterabends. Nach drei Monaten in Berlin leisten wir uns einen Besuch im historischen Brecht-Theater am Schiffbauerdamm, das ein beinahe magisches Ort ist, für diejenige, die das Theater und die Literatur lieben. Der Autor ist Shakespeare, das Stück ist Richard II

William Shakespeare
RICHARD II.
Eine Tragödie

Richard, König von England, hat sein Land herabgewirtschaftet, die Kassen sind leer, der Staat ein sinkendes Schiff. Seine korrupten Höflinge fallen von ihm ab. Richard verbannt seinen Cousin Bolingbroke aus England und bringt ihn um sein Erbe. Bolingbroke kehrt aus dem Exil zurück – fordert sein Recht. Der neue ‘Saubermann’ entfesselt Bürgerkrieg. Im Untergang reflektiert Richard II. Über sein Scheitern und die Grenzen politischer Macht. Er wird „zum Menschen“. Bolinbroke wird Heinrich IV., aber auch ihn beginnt die Macht zu zerstören. Im letzten Akt rollen die Köpfe, neue Bürokraten des Todes übernehmen die Regierung. Richard II., letzter degenerierter Vertreter eines gottgesalbten Königtums, wird im Tower gekillt. Shakespeares Tragödie in einer neuen Übersetzung des Berliner Dramatikers Thomas Brasch.

L.O.

Amazing Readers

Amazing Readers hat für das Jahr 2008 die Herausforderung vorgeschlagen, 50 Bücher zu lesen. Das heißt, jeder Teilnehmer soll vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008 50 Bücher gelesen haben. Man kann im eigenen Blog oder im Forum von Amazing Readers die Bücher auflisten, die man schon gelesen hat und die, die man lesen will. Auf der Seite werden die Rezensionen von den Lesern veröffentlicht. Leider leider leider ist die Seite nur auf Italienisch! Aber das ist trotzdem eine gute Quelle für Lesetipps. Ich glaube nicht, dass ich es schaffen werde, 50 Bücher meiner Wahl zu lesen (Uni-Bücher zählen nicht), aber versuchen kann man es immer! 

L.O.

25 aprile

Alla luce di certe dichiarazioni di “eletti dal popolo” mi sembra doveroso ricordare il 25 aprile, anniversario della liberazione dalla dittatura e dall’occupazione nazista. Non vengo da una famiglia dai trascorsi partigiani e quello che so di quel periodo l’ho imparato dai libri, ma mi sembra sufficiente per potermi scandalizzare e schierare.
L’Italia ha avuto enormi responsabilità nella seconda guerra mondiale (e nell’olocausto) e la reazione di alcuni italiani che erano disposti a sacrificare le proprie vite per porre fine alla guerra e liberare il paese riscatta in parte le colpe di quel periodo. I partigiani erano gente normale che veniva da diversi strati sociali e credenze politiche, uniti per uno scopo comune e più grande (cosa che oggi pare inconcepibile: accantonare le differenze per il bene del paese? Ma per favore…!). Hanno avuto un ruolo importante nel dare all’Italia un nuovo inizio democratico e i loro valori e le loro esperienze sono un patrimonio cui particolarmente in questi anni non ci si può permettere di rinunciare.
“Se voi volete andare in pellegrinaggio nel luogo dove è nata la nostra costituzione, andate nelle montagne dove caddero i partigiani, nelle carceri dove furono imprigionati, nei campi dove furono impiccati. Dovunque è morto un italiano per riscattare la libertà e la dignità, andate lì, o giovani, col pensiero perché lì è nata la nostra costituzione.” (Piero Calamandrei)

L.O.

Die „klauenden Großeltern“

Ich habe auf der Seite von Repubblica (italienischer Tageszeitung) einen Artikel gelesen, in dem die Schwierigkeiten mancher Supermarkt-Filialenleiter berichtet wurden, die sich mit dem Phänomen der „klauenden Großeltern“ auseinandersetzen müssen. Es geht nicht so sehr um den wirtschaftlichen Schaden, weil das Diebesgut normalerweise aus einem Stück Grana Käse, einer Packung Parma-Schinken oder aus zwei Schnitzeln besteht, sondern um den psychologischen Schaden. Diese älteren Leute sind nicht arm in dem Sinn, dass sie nicht dreimal pro Tag essen oder die Miete nicht zahlen können, aber sie können sich die zwei oder drei Sachen nicht leisten, worüber man sich freuen kann, wenn man nur für sich selbst kocht und seit Jahren alleine isst. Laut dem Artikel sind es Leute, die daran gewohnt waren, Grana auf ihre Pasta zu haben und die jetzt mit dem Rentengeld aufpassen müssen, sonst schaffen sie es nicht, bis zum Ende des Monats zu leben. Außerdem sind diese älteren Leute so ungeschickt, dass sie fast immer erwischt werden, entweder weil sie ihre Meinung fünf Mal ändern, bevor sie sich entscheiden, etwas zu nehmen, oder weil sie viel zu aufgeregt sind, wenn sie an der Kasse ankommen. Es muss extrem peinlich und erniedrigend sein, vor dem Ausgang des Supermarktes angehalten zu werden und gebeten zu werden, die Taschen zu leeren, und dann erklären zu müssen, dass man „vergessen“ hat, den Schinken zu bezahlen. Besonders so muss es sein, wenn man ein ganzes Leben gearbeitet hat und mit 70 oder 80 Jahren nur die Würde und mit etwas Glück die Gesundheit übrig geblieben sind. Vielleicht sind die Supermarktangestellte auch nett und verständnisvoll und erzählen, dass man bei bestimmten Vereinen einige Produkte, die nah zum Ablaufdatum sind, umsonst bekommen kann. Aber diese alten Leute werden nie den Mut haben, zur Caritas zu gehen, die übrigens sich um diejenigen kümmern muss, die wirklich nichts zum Essen haben. Jetzt, dass ich 25 bin und nicht viel Geld habe, weil ich noch nicht arbeite, ist es für mich kein Problem, geriebene Käse statt von Grana zu kaufen oder in Discounts einkaufen zu gehen. Ich bin jung und möchte lieber, mein Geld für eine Reise nach Paris oder für ein Sofa auszugeben. Aber wenn es so sein wird, dass, nachdem ich fünfzig Jahre gearbeitet habe (oder mehr, kommt auf die Rentenmodel an), ich gezwungen bin, vielleicht nicht den Schinken, weil ich kein Fleisch esse, aber sagen wir eine Packung Erdbeeren oder eben den Grana zu klauen, dann glaube ich, dass ich meine letzten Jahre wirklich sehr schlecht erleben werde. Es wäre einfach (dem italienischen Stil konform) die wirtschaftliche Krise oder die Politiker zu beschuldigen, die nichts machen aber trotzdem unglaublich viel Geld verdienen. Aber das würde nichts ändern. Zum Glück habe ich zwei Grosseltern, die sich Alles leisten können, worauf sie Lust haben, wenn sie einkaufen gehen. Aber wenn es nicht so wäre (und nicht eine zwölf Stunden Zugfahrt zwischen uns läge), dann würde ich sie öfters besuchen, und vielleicht mit einer Ausrede den Grana von zu Hause mitnehmen.

L.O.

Wahlen

Ich war erstaunt, dass meine Freunde in Italien überrascht waren, als ich für die Wahlen am 13.-14. April zurückgekommen bin. Mein Buergersinn hat manche lobende Reaktionen erweckt, zusammen mit den Blicken, die sagen wollten: „ du arme, denkst du wirklich, dass deine Stimme irgendwelchen Unterschied machen wird?“. Mir war es klar geworden, dass ich zu den Wahlen fahren würde, in dem Moment, in dem die Regierung Prodi gefallen ist. Und das nicht nur, weil meiner Meinung nach das eine gute Regierung war, die ihre Amtszeit zu Ende bringen musste, sondern auch wegen der Art und Weise, wie sie gefallen ist. In einer normalen Demokratie, einmal dass eine Regierung gewählt ist, versucht sie, nach eigenen Idealen das Land nach vorne zu bringen. Die extremen Entscheidungen werden von der Opposition verhindert, so dass ein gewisses Gleichgewicht entsteht. Im Hörsaal des italienischen Senats haben ein Paar Mitglieder der damaligen Opposition auf den Untergang der Regierung so reagiert, dass sie eine Flasche Sekt und mehrere Scheiben Mortadella (eine Wurst typisch für die Heimatregion des Premiers Prodi) herausgenommen und in tierischer Weise verzehrt haben. Nach dieser Szene ist mir klar geworden, dass ich unbedingt nach Italien verreisen würde, wenn die Wahlen stattfinden würden.

In kurzer Zeit wird Italien einen neuen Premierminister bekommen. Über ihn wurde so viel gesagt und geschrieben, dass es keinen Sinn macht, hier noch etwas zuzugeben. Wer noch neugierig ist, kann sich als Einleitung zum Phänomen den Film „Il Caimano“ (Regie: Nanni Moretti) anschauen. Das habe ich zwei Tage nach den Wahlen zum ersten Mal getan und habe mich sehr gefreut, nicht mehr in Italien wohnen zu müssen. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass dieses Gefühl von anderen italienischen „Emigranten“ geteilt wird: Die armen Teufel, die hier in dem Register der Italiener im Ausland aufgenommen sind, wurden angeblich von einem Brief des zukünftigen italienischen Premierministers belästigt, der an ihren Heimatstolz appellierte und ihnen den Schutz ihrer Freiheit anbot, um noch ein paar Stimmen zu gewinnen. Die Antworte dazu, die ich gelesen habe, haben meinen Tag deutlich versüßt. Auch die Tatsache, dass es im Ausland klar ist, was für einen Premierminister Italien sich ausgewählt hat, ist beruhigend.

„Dass Berlusconi sich sehr viel Freiheit herausnimmt, das behauptet seit langem der Economist, dessen Europa-Experte John Peet schon nach den ersten Hochrechnungen in einem Interview mit La Repubblica kommentierte: »Wir schreiben seit 15 Jahren, dass Berlusconi ungeeignet ist, Italien zu regieren, wegen des Interessenkonflikts und seiner Probleme mit der Justiz, weil er in jeder anderen westlichen Demokratie nicht präsentierbar wäre«.“ ( NZZ, 17.4.2008 )

Wer doch noch die glorreiche Geschichte meines Landes nicht kennt, kann mit diesem Spielchen von dem Spiegel Online ein bisschen Spaß haben und sich wichtige Kenntnisse über ein Land besorgen, das Mitglied der EU ist und immer noch an dem G8 Gipfel teilnimmt.

L.O.

Was für ein Blog ist das hier?

Die Idee für dieses Blog kam während eines nachgeholten Geburtstagabendessens in einem italienischen Restaurant um die Ecke. Wir wollten die Möglichkeit haben, unsere Meinung über die verschiedensten Themen auszudrücken. Es wird nicht unbedingt ein Fenster sein, wo wir Persönliches erzählen werden, aber es kann sein, dass wir von unseren persönlichen Erfahrungen berichten, wenn sie auch für Andere nützlich sind.

Die meisten Beiträge werden auf Deutsch, manche auf Italienisch, Polnisch oder Englisch erscheinen (in anderen Sprachen trauen wir uns noch nicht zu schreiben!). In welcher Sprache der eine oder andere Artikel erscheint, wird von der Frage abhängen, an wen wir uns wenden möchten. Da es sich hier um ein „Sofa“ handelt und nicht um eine Katheder, würden wir uns sehr freuen, wenn ihr eure Kommentare hinterlassen würdet, so dass eine möglichst breite Debatte entsteht!

Als wir „Berliner Sofa“ als den Titel gewählt haben, musste ich an Gedichtsammlung Goethes denken (das ist das Problem, wenn man Germanistik studiert!). Er hat 1819 bis 1927 an diesem „West-östlichen Divan“ gearbeitet, wo er versuchte, den Osten und den Westen zusammen zu bringen. Das Wort „Diwan“ oder „Divan“ kommt aus der persischen Sprache und hat verschiedene Bedeutungen, unter den anderen die von niedrigen Polsterbänken von Gerichts-, Kanzlei- oder Ratsräume. Das heißt, dass, genau wie viele italienische Studenten gedacht haben, als sie den Titel von der Gedichtsammlung gehört haben, Goethe vielleicht tatsächlich ein Sofa meinte! (für die nicht-Italiener: „Sofa“ heißt auf Italienisch eben „divano“).

L. O.

Hallo Welt!

Hallo zusammen und willkommen auf dem Berliner Sofa. Wir hoffen, ihr werdet es bequem finden!

L. O.

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